Gebührenerhöhung ohne Ende?!

Heute morgen gelesen in der SZ: Die Müllgebühren und die Abwassergebühren werden wieder einmal steigen und das rückwirkend zum 01.01.2008. Gleichzeitig schon angekündigt ist eine weitere Erhöhung zum Jahr 2009.

So weit so gut, schliesslich wird ja alles teurer, nur die Begründung hört sich für einen normal denkenden Menschen recht abenteuerlich an. Wir sparen zu viel Wasser und vermeiden zu viel Müll. Durch die fehlende Auslastung müssen die Gebühren erhöht werden. Besser gesagt, dadurch, dass dem EVS durch sparsame Mitmenschen Einnahmen verloren gehen müssen alle mehr bezahlen.

Es ist ein Witz schlechthin, man trennt seinen Müll, dreht den Wasserhahn nur halb auf und wird deshalb bestraft. Das Prinzip von Angebot und Nachfrage wird hier überhaupt nicht beachtet oder vielleicht ganz anders interpretiert. Wenn der EVS Probleme mit seinen Überkapazitäten hat, dann soll er sie verkleinern, die Kapazitäten. Es ist ein schamloser Griff in die Taschen aller Bürger, es geht ja auch ziemlich einfach. Eine Lobby hat Otto Normalverbraucher ja auch nicht.

Gegen alles und jeden werden Bürgerinitiativen gegründet, wer gründet endlich mal eine gegen diese von oben verodnete Abzocke. Man kommt sich allmählich vor wie Don Quichote, man kämpft gegen Windmühlen. Was man in privater Initative an Verbrauch und Ausgaben reduziert, das wird vor den Auswirkungen aller Massnahmen bereits durch irgendwelche Erhöhungen wieder aufgefressen.

Allmählich entsteht der Eindruck, dass die Politiker in einer ganz eigenen Welt leben, einer Traumwelt wahrscheinlich. Sie sind weiter entfernt von den wahren Nöten und Ängsten der Bevölkerung wie je zuvor. Ergebnisse von Wahlen sprechen Bände, aber anscheinend ist die Sprache noch nicht intensiv genug um irgend etwas zu ändern.

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