Archive für Februar 2008

Durch Toilettenpapier 7,3 Millionen Euro Schulden????

Der belgischen Justiz geht das Klopapier aus! So eine kuriose Meldung der heutigen Ausgabe der Saarbrücker Zeitung.

Ausgerechnet im Gericht zu Brügge ging kürzlich das Klopapier aus, weil die beauftragte Firma seit Monaten kein Geld mehr bekommen hat!? Der belgische Justizminister musste einräumen, dass die Justizbehörden noch Rechnungen über 7,3 Millionen Euro zu begleichen hätten!

Leider kam nicht zum Ausdruck, ob dabei noch andere Verbindlichkeiten ausser dem besagten wichtigen Papier zu Buche stehen. So wie es geschrieben war, könnte man tatsächlich davon ausgehen, dass allein das Toilettenpapier diese Unsumme verursacht hat. Wenn dem denn tatsächlich so ist, dann frage ich mich wie hoch der Verbrauch in der gesamten bundesdeutschen Verwaltung einzuschätzen wäre.

Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass in der Bundesrepublik eine korrekt geführte Statistik über den Verbrauch von Klopapier in deutschen Amtsstuben geführt wird. Nur gesehen habe ich noch keine. Wäre doch mal interessant zu erfahren welche Summen der Staat für das körperliche Wohlbefinden seiner Mitarbeiter ausgibt.

Gewalt im Saarland

Wer glaubt im Saarland wäre die Welt besser wie anderswo, der irrt. Nach einer heutigen Meldung in der Bildzeitung wurden in Wadern zwei Jugendliche mit Messern bedroht und geschlagen. Die beiden Opfer mussten ärztlich behandelt werden. Die ebenfalls jugendlichen Täter werden gesucht.

Eine Meldung, die man so oder so ähnlich fast jeden Tag in der Zeitung lesen kann. Die Opfer werden immer jünger, genauso wie die Täter. Die Angriffe kommen immer öfter. Aber nach der Meinung von Polizei und Politik ist die Zunahme der Gewalt nur gefühlt und nicht real.

Ob gefühlt oder nicht, Tatsache ist doch, dass man dieser Gewalt fast ohnmächtig gegenüber steht. Man riskiert mit jeder Einmischung das nächste Opfer zu sein. Die Polizei zu rufen ist zwar auch eine Hilfeleistung, verhindert aber nicht den Schaden für die Angegriffenen.

Als Normalbürger traut man sich schon nicht mehr in die Innenstädte, zumindest nicht bei Dunkelheit. Und bei größeren Events muss man dem Veranstalter vertrauen, dass der angemietete Sicherheitsdienst gute Arbeit leistet.

Da fällt mir das Gedicht von Heinrich Heine, “Nachtgedanken”, ein.

“Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht”

Meiner Meinung nach wären die Politiker gut beraten eine Idee zu entwickeln, wie sie der stetig zunehmenden Gewalt, egal ob sie nur gefühlt ist, Herr werden können. Bei der durchaus denkbaren Alternative, dass die Bürger anfangen sich selbst zu schützen, könnte man nämlich auch nicht mehr ruhig schlafen in der Nacht.

Landessportverband Saar startet Plakat-Kampagne zum Jugendschutz

Der Landessportverband Saar hat in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, der DEHOGA Saar und dem Landesjugendring Saar in dieser Woche eine Plakataktion gestartet.

Ziel ist die aktuellen Jugendschutzbestimmungen in die zahlreichen gastronomischen Betriebe und die Vereins und Jugendheime des Sarlandes zu transportieren.

Quelle: Landessportverband Saar http://www.lsvs.de

Jugendschutz ist ein Thema das alle ernst nehmen sollten. Es wird oft viel zu leichtfertig mit der Droge Alkohol umgegangen. An allen Schachsportveranstaltungen des Saarländischen Schachverbandes herrscht seit vielen Jahren bereits ein absolutes Alkohol und Rauchverbot. Und dies bis in die untersten Spielklassen.

Aber die Sportveranstaltungen sind nur ein Thema, hier kann man von Veranstalterseite natürlich reglementierend eingreifen. Ziel muss es sein, auch in privaten Feiern dieser Thematik mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Alkohol ist ein gesellschaftliches Problem. Solange es als normal angesehen wird diese Droge zu konsumieren, solange wird auch die Jugend mit diesem Problem beschäftigt sein. Es geht nur über den Weg, dass die Erwachsenen einen sorgfältigen Umgang mit dem Alkohol vorleben.

Als mögliche Alternative wäre, wie in der Gesetzgebung zum Rauchen vorgemacht, eine gesetzliche Reglementierung des Konsums dieser Droge im öffentlichen Bereich anzusehen. Aber hier wären die Diskussionen wohl noch überwältigender wie die Diskussion über das Rauchverbot.

Angesichts der vielen Unfälle, die im Zusammenhang mit Alkoholgenuss zu verzeichnen sind, erscheint diese Diskussion aber überfällig. Auch ein guter Teil der Gewalt und Kriminalität, die von Jugendlichen ausgeht, steht in direktem Zusammenhang mit der leichten Erreichbarkeit der Droge Alkohol. Allzu oft werden auch harte alkoholische Getränke an Minderjährige ausgegeben. Nicht jeder Verkäufer eines Supermarktes fragt tatsächlich nach dem Ausweis.

Dünne sind teurer als Dicke

So eine Kurzmeldung der Bildzeitung heute auf Seite eins. Nach einer holländischen(!) Studie kosten dünne deutsche Bundesbürger die Krankenkassen mehr als die etwas stabileren Mitbürger. Der Grund, Dünne leben länger und nehmen Leistungen länger in Anspruch, trifft im Übrigen auch auf die Nichtraucher zu.

Das sollte man jetzt allerdings nicht als Aufruf zur Völlerei verstehen, ebenso sollte man nicht, nur um für die Allgemeinheit zu sparen, mit dem Rauchen beginnen. Aber bei genauerem Hinsehen hat auch diese Münze natürlich zwei Seiten. Ein dünner Nichtraucher der  länger lebt, muss auch länger Steuern und Abgaben zahlen, bringt also auch länger Geld rein wie ein dicker Raucher.

Sollte man jetzt also die Rechnung aufmachen was günstiger kommt? Anscheinend kannten unsere Vertreter diese Studie schon wesentlich länger und haben es bereits ausgerechnet. Rauchverbote, gesundes Essen und das ganze Gesundheitsprogramm. Jetzt hab ich verstanden. Gesunde dünne Nichtraucher zahlen länger in die Staatskassen ein!! Einfach vorbildlich!

Als etwas stärker gebauter Gelegenheitsraucher muss ich mir jetzt wahrscheinlich  ernsthaft Gedanken machen.

Alaaf und Helau

Wer ist eigentlich schlimmer, ein anonymer Schreiber oder derjenige, der dies nicht verurteilt?

Man kann sich irren, so zumindest meine heutige Feststellung. Die Annahme, dass meine Meinung, ein anonymer Briefschreiber sei zu verurteilen, allgemein geteilt wird, war wohl ein Trugschluss.

Nicht das anonyme Schreiben an sich wird verurteilt, nicht der anonyme Schreiber. Seltsame Mentalität. Die Kritik an diesem anonymen Geschreibsel wird als Anlass zur eigenen Kritik genommen. Wie verworren muss man eigentlich denken, um derartige Schlüsse zu ziehen. Oder hat man einfach das Denken abgeschaltet?

Ich werde aber weiterhin nicht müde werden gegen jede Art dieses anonymen Terrors zu plädieren. Es ist und bleibt einfach ein menschlich schäbiges Verhalten seine Mitmenschen mit anonymen Briefen zu belästigen. Als einzige offene Frage bleibt, ob diejenigen, die dies in irgendeiner Form aktiv unterstützen, nicht als noch schäbiger einzustufen sind. Mehr noch, selbst ein Schweigen ist bereits falsch. Denn letztlich ist es diese Akzeptanz, diese Verniedlichung, die jedem Anonymen noch mehr Anreiz für sein Tun bietet.

Anonyme Ratschläge, oder besser gesagt anonymer Terror?

Jede ehrenamtliche Tätigkeit ist irgendwann mit der Aufgabe versehen etwas schriftlich mitteilen zu müssen. Nun kann man wahrlich nicht von jedermann, der seine Freizeit ehrenamtlich zur Verfügung stellt, auch ein Deutschstudium als Voraussetzung erwarten. Von daher ist es schon skurril wenn man dann anonymerweise auf diverse Fehler der Zeichensetzung in seinem Schreiben hingewiesen wird.

Geradezu grotesk wird es allerdings, wenn als Begründung, warum dies getan wird, die ansonsten weiterhin ebenfalls mangelhafte Behandlung der deutschen Sprache des übrigen (in diesem Fall Schachvolk) Empfängerkreises gerügt wird.

Es war also dem anonymen Schreiber keineswegs ein Anliegen dem Verfasser des Rundschreibens zu einer besseren Kenntnis der deutschen Sprache zu verhelfen, es war ihm einfach ein Bedürfniss festzustellen, dass seine eigenen Kenntnisse weit über der übrigen Leserschaft zu liegen scheinen und er sich berufen fühlt der Lehrer derselben zu sein.

Da dem anonymen Schreiben ein korrekt korrigiertes Exemplar des beanstandeten Rundschreibens beilag, gehe ich davon aus, dass der anonyme Schreiber sich einer Ausbildung als Lehrperson erfreut.

Welches Ego muss diese Peson besitzen, welch ein Dünkel. Zumindest besitzt sie die Feigheit nicht den eigenen Namen unter das selbst fabrizierte Geschreibsel zu setzen. Wächter sein zu wollen ohne zu sagen wer der Wächter ist. Es erinnert einen schon an einen Heckenschützen, der Terror ist der gleiche, nur die Waffen sind andere. Das ganze überdeckt mit dem Mantel einer heuchlerischen Freundlichkeit.

Es ist geradezu die Perversion des Geistes, die eigene Meinung unter dem Deckmantel der Anonymität verbreiten zu wollen. Es zeugt weder von einer überragenden Intelligenz noch von dem sich selbst gegebenen Anspruch besser zu sein wie die anderen.

Ich halte grundsätzlich nichts von anonymen Meinungsbekundungen, sie sind in der Sache meist wenig hilfreich und bei angegriffenen Personen bewirken sie lediglich ein Gefühl der Hilflosigkeit, ähnlich wie bei einem Terroranschlag. Man kann sich anscheinend nicht wehren. Dem ist aber nicht so. Je öffentlicher die anonyme Schreiberei angeprangert wird, desto mehr werden die anonymen Schreiber aus diesem Dunkel ans Licht gebracht werden. Ich werde deshalb jeden, der mir irgendwann als anonymer Schreiber bekannt wird, veröffentlichen. Ich kann nur jedem raten, der sich ähnlich angegriffen fühlt, genau so zu handeln.

Deutsche Stromnetze immer häufiger am Limit

Diese Meldung der dpa, heute gelesen in der SZ, wirft einige Fragen auf. So ist anscheinend der Kollaps der Stromnetze hierzulande wohl nur eine Frage der Zeit. Es ist die Frage wann es passiert, längst nicht mehr die Frage ob es passiert.

Über die Folgen eines solchen Zusammenbruchs des Netzes müssten sich auch die Stromkonzerne im Klaren sein. Es ist einfach nicht mehr vorstellbar, auch nur für eine begrenzte Zeit von einigen Tagen, ohne das lebenswichtige Elixier Strom auskommen zu müssen. Nicht jeder hat für die wichtigen Stromverbraucher wie Heizung, Licht und Kühlgeräte unbedingt ein Notstromaggregat zur Verfügung. Wer schon mal probiert hat auch nur für ein paar Stunden gänzlich ohne Energie auszukommen wird wissen was ich meine.

Jeden Monat bezahle ich mit meinen Abschlägen einen großen Teil von Geld, das auch für die Sanierung und Instandhaltung der Netze vorgesehen ist. So ist zumindest auch ein Teil des Strompreises begründet. Aber dazu wurde dieses Geld anscheinend nicht verwendet. Es diente über die Jahrzehnte hinweg den Aktionären wohl nur zur Gewinnmaximierung. Wie sonst ist das schon biblische Alter von diversen Trafostationen oder Leitungsmasten in der Bundesrepublik zu verstehen. Da laufen Anlagen, die vor 20 oder 30 Jahren auf dem neuesten Stand der Technik waren, für die heutigen Anforderungen der Energieverteilung aber mehr als unzureichend sind.

Was wird also nach einem Zusammenbruch der maroden Netze passieren. Die Konzerne werden jammern über die bedrohliche Situation, es werden staatliche Hilfen zur Renovierung des Netzes gefordert werden und der Verbraucher bezahlt letztendlich über seine Steuern die Sanierung nochmals. Und jeder wird froh sein, wenn der Strom wieder zur Verügung steht. Die Konzerne werden ihre Gewinne weiter vergrößern und Otto Normalverbraucher ist mal wieder der, der die Zeche zahlt.

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